Fußball Wettarten erklärt: Von der Siegwette bis zum Asian Handicap

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Die Zeiten, in denen man nur auf den Sieger eines Fußballspiels wetten konnte, sind lange vorbei. Heute bieten Buchmacher eine Fülle von Wettmärkten an, die weit über die klassische Dreiwegwette hinausgehen. Handicaps, Torwetten, Spielerstatistiken und Spezialwetten eröffnen Möglichkeiten, die vor zwanzig Jahren undenkbar waren. Wer diese Vielfalt nutzen will, muss die verschiedenen Wettarten verstehen und wissen, wann welcher Markt sinnvoll ist.

Für Einsteiger kann die Fülle der Optionen überwältigend wirken. Dutzende von Wettmärkten für ein einziges Bundesliga-Spiel, jeder mit eigenen Regeln und Eigenheiten. Doch hinter der Komplexität steckt eine Logik, die sich erschließt, wenn man die grundlegenden Konzepte versteht. Dieser Artikel führt durch die wichtigsten Wettarten im Fußball und erklärt, wie sie funktionieren und wann sie zum Einsatz kommen sollten.

Die Wahl der richtigen Wettart kann den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust ausmachen. Manchmal ist die klassische Siegwette die beste Option, manchmal bietet ein Handicap besseren Wert, und manchmal ist eine Torwette die klügste Entscheidung. Die Kunst besteht darin, die Situation richtig einzuschätzen und den passenden Markt zu wählen.

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Die klassische Dreiwegwette: 1X2

Fußball Anzeigetafel mit Spielstand für Dreiwegwette

Die Dreiwegwette ist der Urtyp aller Fußballwetten und bleibt bis heute die beliebteste Wettart. Sie ist einfach zu verstehen: Man tippt auf den Heimsieg (1), das Unentschieden (X) oder den Auswärtssieg (2). Am Ende der regulären Spielzeit von 90 Minuten plus Nachspielzeit wird abgerechnet. Verlängerung und Elfmeterschießen zählen nicht.

Die Quoten bei der Dreiwegwette spiegeln die Einschätzung des Buchmachers wider, wie wahrscheinlich jedes Ergebnis ist. Wenn Bayern München gegen Holstein Kiel spielt, ist die Quote auf den Bayern-Sieg niedrig, weil dieser Ausgang als sehr wahrscheinlich gilt. Die Quote auf einen Kieler Sieg ist hoch, weil dieser als unwahrscheinlich eingestuft wird. Das Unentschieden liegt in der Regel dazwischen.

Der Nachteil der Dreiwegwette liegt in ihrer Unflexibilität. Man muss genau das richtige Ergebnis treffen. Wer auf den Heimsieg setzt und das Spiel endet 1:1, verliert die Wette, obwohl die Heimmannschaft vielleicht die bessere war und nur knapp am Sieg vorbeigeschrammt ist. Diese Alles-oder-nichts-Logik macht die Dreiwegwette riskant, besonders bei Spielen, in denen ein Unentschieden wahrscheinlich ist.

Für Anfänger ist die Dreiwegwette dennoch ein guter Einstieg, weil sie intuitiv verständlich ist. Man braucht keine komplizierten Berechnungen anzustellen, sondern beantwortet einfach die Frage: Wer gewinnt dieses Spiel? Diese Einfachheit hat ihren Wert, auch wenn erfahrenere Wetter oft zu komplexeren Märkten greifen.

Die Doppelte Chance: Sicherheit auf Kosten der Quote

Die Doppelte Chance reduziert das Risiko, indem sie zwei der drei möglichen Ausgänge abdeckt. Statt nur auf den Heimsieg zu setzen, wettet man auf Heimsieg oder Unentschieden. Die Bezeichnungen sind 1X (Heimsieg oder Remis), X2 (Remis oder Auswärtssieg) und 12 (Heimsieg oder Auswärtssieg, also kein Unentschieden).

Der Preis für diese zusätzliche Sicherheit sind niedrigere Quoten. Während die Quote auf einen Heimsieg vielleicht bei 2,00 liegt, könnte die Quote auf 1X bei 1,40 liegen. Man gewinnt öfter, aber weniger. Mathematisch ist das fair, denn die Wahrscheinlichkeit, mit 1X zu gewinnen, ist eben höher als die Wahrscheinlichkeit eines reinen Heimsiegs.

Die Doppelte Chance ist besonders nützlich in Situationen, in denen man eine Tendenz sieht, aber nicht sicher ist, ob es zum Sieg reicht. Wenn eine Mannschaft stark spielt, aber Schwierigkeiten hat, Spiele zu gewinnen, kann 1X eine sinnvolle Wahl sein. Man profitiert von der Stärke der Mannschaft, ohne alles auf den Sieg setzen zu müssen.

Für Kombiwetten ist die Doppelte Chance ein beliebtes Element. Die niedrigeren Einzelquoten summieren sich in der Kombination zu einer attraktiveren Gesamtquote, während das Risiko, dass eine einzelne Wette die Kombination zerstört, reduziert wird. Allerdings sollte man auch hier vorsichtig sein, denn Kombinationen multiplizieren nicht nur die Quoten, sondern auch die Risiken.

Over/Under: Auf die Toranzahl wetten

Fußball im Tornetz symbolisiert Torwetten

Bei Over/Under-Wetten geht es nicht darum, wer gewinnt, sondern wie viele Tore fallen. Die klassische Linie liegt bei 2,5 Toren. Wer auf Over 2,5 setzt, gewinnt, wenn drei oder mehr Tore fallen. Wer auf Under 2,5 setzt, gewinnt, wenn maximal zwei Tore fallen. Die Dezimalzahl stellt sicher, dass es keine Patt-Situationen gibt.

Die Buchmacher bieten verschiedene Linien an, von Under/Over 0,5 bis hin zu Under/Over 5,5 oder höher. Je niedriger die Linie, desto wahrscheinlicher ist Over und desto niedriger die Quote darauf. Je höher die Linie, desto unwahrscheinlicher ist Over und desto höher die Quote. Die Wahl der richtigen Linie hängt von der Einschätzung des Spiels ab.

Die Bundesliga ist mit einem historischen Durchschnitt von etwa 3,06 Toren pro Spiel eine torreichere Liga als viele andere. Das bedeutet, dass Over 2,5 hier häufiger gewinnt als etwa in der Serie A oder der Ligue 1. Wer regelmäßig auf Torwetten setzt, sollte die Statistiken der jeweiligen Liga kennen und seine Erwartungen entsprechend anpassen.

Die Analyse für Over/Under-Wetten unterscheidet sich von der für Siegwetten. Hier geht es nicht darum, wer stärker ist, sondern wie das Spiel verlaufen wird. Zwei offensiv ausgerichtete Teams, die viele Chancen kreieren, aber auch viele zulassen, sind gute Kandidaten für Over. Zwei defensive Teams, die auf Konter lauern und wenig riskieren, tendieren zu Under. Auch die Tabellensituation spielt eine Rolle: Im Abstiegskampf wird oft vorsichtiger gespielt als bei Spielen ohne Druck.

Handicap-Wetten: Wenn der Favorit klar ist

Zwei Fußballmannschaften unterschiedlicher Spielstärke

Handicap-Wetten lösen ein Problem, das bei klaren Favoritenverhältnissen entsteht. Wenn Bayern München gegen einen Aufsteiger spielt, liegt die Quote auf den Bayern-Sieg vielleicht bei 1,15. Das ist so niedrig, dass sich ein Einsatz kaum lohnt. Das Handicap schafft Abhilfe, indem es dem Außenseiter einen virtuellen Vorsprung gibt.

Bei einem Handicap von 0:1 startet der Außenseiter fiktiv mit einer 1:0-Führung. Damit Bayern die Wette gewinnt, müssen sie mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen. Ein 2:0 oder 3:1 reicht, ein 1:0 nicht. Diese Erschwerung für den Favoriten führt zu attraktiveren Quoten. Statt 1,15 auf den normalen Sieg könnte die Quote auf den Handicap-Sieg bei 1,80 liegen.

Das Handicap gibt es in verschiedenen Abstufungen. Ein Handicap von 0:2 bedeutet, dass der Favorit mit mindestens drei Toren gewinnen muss. Ein Handicap von 0:3 erfordert einen Sieg mit mindestens vier Toren Unterschied. Je höher das Handicap, desto höher die Quote, aber auch das Risiko. Die Wahl des richtigen Handicaps erfordert eine Einschätzung darüber, wie deutlich der Favorit gewinnen wird.

Umgekehrt kann man auch dem Favoriten ein positives Handicap geben. Bei einem Handicap von 1:0 für Bayern startet Bayern fiktiv mit einer 1:0-Führung. Dann würde auch ein Unentschieden oder eine knappe Niederlage ausreichen, um die Wette zu gewinnen. Diese Variante bietet niedrigere Quoten, aber höhere Sicherheit.

Das Asian Handicap: Die fortgeschrittene Variante

Das Asian Handicap ist eine Weiterentwicklung des europäischen Handicaps und bei erfahrenen Wettern beliebt. Der wesentliche Unterschied liegt in den halben, viertel und dreiviertel Toren, die als Handicap vergeben werden können. Diese ungeraden Zahlen eliminieren die Möglichkeit eines Unentschiedens in der Wette.

Bei einem Asian Handicap von minus 0,5 für den Favoriten muss dieser mit mindestens einem Tor gewinnen. Ein Unentschieden oder eine Niederlage bedeutet Verlust der Wette. Bei einem Asian Handicap von minus 1,5 muss der Sieg mindestens zwei Tore betragen. Die halben Zahlen stellen sicher, dass die Wette immer eindeutig gewonnen oder verloren wird.

Die Viertel-Handicaps wie minus 0,25 oder minus 0,75 sind komplexer. Bei einem Handicap von minus 0,25 wird der Einsatz aufgeteilt: Die Hälfte geht auf das Handicap minus 0 (also praktisch ein Draw No Bet), die andere Hälfte auf das Handicap minus 0,5. Wenn der Favorit knapp gewinnt, gewinnt man beide Hälften. Bei einem Unentschieden gewinnt man die eine Hälfte und bekommt die andere zurück. Bei einer Niederlage verliert man beides.

Der Vorteil des Asian Handicaps liegt in der Risikoreduzierung. Durch die Aufteilung des Einsatzes bei Viertel-Handicaps kann man Verluste abfedern. Wer auf einen Favoriten mit Handicap minus 0,75 setzt und das Spiel endet unentschieden, verliert nur die Hälfte des Einsatzes statt alles. Diese Absicherung macht das Asian Handicap für risikobewusste Wetter attraktiv.

Both Teams to Score: Treffen beide?

Die Wette auf Both Teams to Score, oft als BTTS abgekürzt, fragt, ob beide Mannschaften mindestens ein Tor erzielen. Es gibt nur zwei Optionen: Ja oder Nein. Bei Ja gewinnt man, wenn beide Teams treffen, unabhängig vom Endergebnis. Ein 1:1 zählt genauso wie ein 4:3 oder ein 2:1.

Diese Wettart ist beliebt, weil sie unabhängig vom Spielausgang ist. Man muss nicht vorhersagen, wer gewinnt, sondern nur, ob beide Mannschaften gefährlich genug sind, um zu treffen. Zwei offensiv starke, aber defensiv anfällige Teams sind ideale Kandidaten für BTTS Ja. Spiele, in denen ein Team dominant ist und der Gegner kaum Chancen bekommt, tendieren zu BTTS Nein.

Die Statistiken sind bei BTTS-Wetten besonders wichtig. Wie oft haben beide Teams in ihren letzten Spielen getroffen? Wie oft haben sie zu null gespielt? Welche Bilanz haben sie im direkten Vergleich? Diese Daten geben Hinweise darauf, ob BTTS wahrscheinlich ist oder nicht.

In der Bundesliga, mit ihrer offensiven Spielweise und den vielen Toren, ist BTTS Ja häufiger erfolgreich als in defensiveren Ligen. Trotzdem sollte man nicht blind auf BTTS Ja setzen, sondern jedes Spiel individuell analysieren. Ein Team in einer Formkrise oder mit verletzten Stürmern trifft möglicherweise nicht, auch wenn es sonst offensiv stark ist.

Torschützenwetten: Wer trifft?

Bei Torschützenwetten setzt man darauf, dass ein bestimmter Spieler trifft. Die gängigsten Varianten sind Erster Torschütze, Letzter Torschütze und Anytime Torschütze. Letztere ist am einfachsten: Der Spieler muss irgendwann im Spiel treffen, egal wann.

Die Quoten bei Torschützenwetten hängen von der Position und der Torgefahr des Spielers ab. Ein Stürmer wie Harry Kane hat niedrigere Quoten als ein Mittelfeldspieler, weil er wahrscheinlicher trifft. Ein Verteidiger hat noch höhere Quoten, weil seine Tore seltener sind. Diese Unterschiede bieten Möglichkeiten für Wetter, die glauben, dass ein Spieler unter- oder überschätzt wird.

Die Wette auf den Ersten Torschützen ist riskanter, aber lukrativer. Hier muss der gewählte Spieler das erste Tor des Spiels erzielen. Die Quoten sind höher, weil die Wahrscheinlichkeit geringer ist. Wenn das Spiel 0:0 endet, verliert jeder, der auf einen Torschützen gesetzt hat. Auch wenn der gewählte Spieler später trifft, aber nicht als Erster, ist die Wette verloren.

In Deutschland sind bestimmte Torschützenwetten aufgrund der Regulierung eingeschränkt. Die GGL verbietet einige Spezialwetten, die als besonders suchtgefährdend gelten. Wer bei einem lizenzierten Anbieter wettet, findet möglicherweise nicht alle Torschützenoptionen, die bei internationalen Buchmachern verfügbar sind.

Halbzeit/Endstand: Doppelte Vorhersage

Bei der Halbzeit/Endstand-Wette muss man sowohl das Ergebnis zur Halbzeit als auch das Endergebnis korrekt vorhersagen. Das erhöht die Komplexität erheblich, denn es gibt neun mögliche Kombinationen: 1/1, 1/X, 1/2, X/1, X/X, X/2, 2/1, 2/X und 2/2.

Die höchsten Quoten gibt es für Kombinationen, bei denen das Spiel dreht. Wer vorhersagt, dass ein Team zur Halbzeit führt, am Ende aber verliert (1/2 oder 2/1), kann sehr hohe Quoten kassieren. Solche Comebacks sind selten, weshalb die Buchmacher großzügige Quoten anbieten. Wenn sie eintreten, sind die Gewinne entsprechend hoch.

Die konservativste Kombination ist X/X, also Unentschieden zur Halbzeit und Unentschieden am Ende. Das bedeutet praktisch, dass kein Team zu irgendeinem Zeitpunkt führt, oder dass jede Führung vor der Pause ausgeglichen wird und das Spiel am Ende ebenfalls unentschieden steht. Solche torarmen Remis kommen vor, sind aber nicht besonders häufig.

Für diese Wettart ist ein tiefes Verständnis der Spielweise beider Teams erforderlich. Manche Mannschaften starten langsam und werden in der zweiten Halbzeit stärker. Andere dominieren zu Beginn und bauen dann ab. Die Analyse dieser Muster kann Hinweise darauf geben, welche Halbzeit/Endstand-Kombination am wahrscheinlichsten ist.

Kombiwetten: Mehrere Tipps verbinden

Eine Kombiwette verbindet mehrere Einzelwetten zu einem Wettschein. Die Quoten werden multipliziert, was zu potenziell hohen Gewinnen führt. Drei Wetten mit Quoten von je 1,80 ergeben eine Gesamtquote von 5,83. Ein Einsatz von zehn Euro könnte also 58,30 Euro bringen.

Der Haken: Alle Tipps müssen richtig sein. Wenn auch nur einer falsch ist, ist die gesamte Kombiwette verloren. Bei drei Wetten mit je 70 Prozent Gewinnwahrscheinlichkeit liegt die Gesamtwahrscheinlichkeit nur noch bei etwa 34 Prozent. Je mehr Tipps kombiniert werden, desto unwahrscheinlicher wird der Gesamtgewinn.

Mathematisch sind Kombiwetten für den Buchmacher vorteilhaft, weil die Marge sich mit jedem weiteren Tipp potenziert. Wer langfristig profitabel wetten will, sollte Kombinationen daher sparsam einsetzen oder ganz darauf verzichten. Einzelwetten sind strategisch sinnvoller, auch wenn sie weniger aufregend erscheinen.

Wenn Kombiwetten, dann am besten mit wenigen, sorgfältig ausgewählten Tipps. Zwei oder drei Wetten zu kombinieren ist vertretbar, wenn man von jedem einzelnen Tipp überzeugt ist. Lange Kombis mit fünf oder mehr Tipps sind dagegen kaum mehr als Lotterie. Die Wahrscheinlichkeit, alle richtig zu haben, ist minimal.

Spezialwetten und Einschränkungen in Deutschland

Internationale Buchmacher bieten eine Fülle von Spezialwetten an, die in Deutschland teilweise nicht verfügbar sind. Wetten auf die Anzahl der Ecken, auf Karten, auf Einwürfe oder auf spezifische Spielereignisse sind aufgrund der Regulierung eingeschränkt. Die GGL hat bestimmte Wettarten als besonders riskant eingestuft und deren Angebot bei lizenzierten Anbietern verboten.

Diese Einschränkungen sollen dem Spielerschutz dienen. Wetten auf Ereignisse, die die Spieler selbst beeinflussen können, wie Karten oder Fouls, gelten als anfällig für Manipulation. Wetten auf sehr kurzfristige Ereignisse, wie das nächste Tor in den kommenden fünf Minuten, werden als besonders suchtgefährdend betrachtet, weil sie zu impulsivem Wettverhalten verleiten.

Für manche Wetter sind diese Einschränkungen frustrierend, weil sie die Vielfalt der Wettmöglichkeiten reduzieren. Wer sich für Ecken- oder Kartenwetten interessiert, findet bei deutschen Anbietern ein begrenztes Angebot. Die Versuchung, zu nicht lizenzierten Anbietern zu wechseln, mag groß sein, doch die rechtlichen und sicherheitstechnischen Risiken überwiegen die vermeintlichen Vorteile.

Die verfügbaren Wettarten bei deutschen Anbietern sind dennoch vielfältig genug für ein abwechslungsreiches Wetterlebnis. Siegwetten, Handicaps, Torwetten und die meisten anderen gängigen Märkte sind verfügbar. Wer sich auf diese konzentriert, findet mehr als genug Möglichkeiten, sein Fußballwissen in Wetten umzusetzen.

Die richtige Wettart für die richtige Situation

Die Wahl der Wettart sollte von der Situation abhängen, nicht von der Gewohnheit. Manchmal ist die Dreiwegwette die beste Option, manchmal ein Handicap, manchmal eine Torwette. Der erfahrene Wetter analysiert das Spiel und wählt dann den Markt, der am besten zur Einschätzung passt.

Bei klaren Favoritenverhältnissen sind Handicaps oft sinnvoller als reine Siegwetten. Die niedrigen Quoten auf den Favoriten bieten wenig Wert, während ein gut gewähltes Handicap attraktivere Quoten bei vertretbarem Risiko bietet. Die Frage ist nicht ob, sondern wie deutlich der Favorit gewinnt.

Bei ausgeglichenen Spielen, in denen der Ausgang schwer vorherzusagen ist, können Torwetten eine Alternative sein. Wenn man nicht weiß, wer gewinnt, aber erwartet, dass viele Tore fallen, ist Over 2,5 eine Option. Wenn man ein defensives Duell erwartet, kann Under attraktiv sein. So nutzt man sein Wissen, ohne sich auf den Sieger festlegen zu müssen.

Die Doppelte Chance eignet sich für Situationen, in denen man eine Tendenz sieht, aber nicht sicher ist. Wer glaubt, dass die Heimmannschaft stark spielt, aber möglicherweise nicht gewinnt, kann mit 1X eine abgesicherte Position einnehmen. Die niedrigere Quote ist der Preis für die zusätzliche Sicherheit, aber in unsicheren Situationen kann sich diese Absicherung lohnen.

Wettarten im Live-Bereich

Person verfolgt Fußballspiel und platziert Live-Wetten auf Smartphone

Die meisten Wettarten, die vor dem Spiel verfügbar sind, gibt es auch im Live-Bereich. Siegwetten, Handicaps, Torwetten und Spielerwetten können während des laufenden Spiels platziert werden. Die Quoten ändern sich dabei ständig und reagieren auf das Spielgeschehen.

Besonders interessant sind im Live-Bereich die Wetten auf das nächste Tor oder die nächste Ecke. Diese kurzfristigen Märkte erlauben es, auf unmittelbar bevorstehende Ereignisse zu setzen. Wenn eine Mannschaft gerade drückt und Chance um Chance hat, kann die Wette auf ihr nächstes Tor attraktiv sein. Allerdings erfordern solche Wetten schnelle Entscheidungen und eine genaue Beobachtung des Spiels.

Die Torwetten im Live-Bereich beziehen sich oft auf die Restspielzeit. Wenn nach 70 Minuten bereits drei Tore gefallen sind, kann man auf Over oder Under 0,5 weitere Tore setzen. Die Analyse, ob das Spiel weiterhin offen ist oder ob beide Mannschaften das Ergebnis verwalten, wird dann entscheidend.

Handicaps im Live-Bereich werden an den aktuellen Spielstand angepasst. Wenn eine Mannschaft 2:0 führt, kann man ihr ein zusätzliches Handicap von minus 1,5 geben. Das bedeutet, sie muss noch ein weiteres Tor schießen, um die Wette zu gewinnen. Diese angepassten Handicaps erlauben differenzierte Wetten auch während des Spiels.

Die Bedeutung der Quotenanalyse

Fußballstatistiken und Quotenanalyse auf Bildschirm

Unabhängig von der gewählten Wettart ist die Quotenanalyse entscheidend. Nicht jede Wette ist gleich wertvoll. Eine Wette hat nur dann Wert, wenn die tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit höher ist als die von der Quote implizierte Wahrscheinlichkeit.

Die Umrechnung von Quoten in implizite Wahrscheinlichkeiten ist einfach. Bei einer Quote von 2,00 liegt die implizite Wahrscheinlichkeit bei 50 Prozent (1 geteilt durch 2,00). Bei einer Quote von 1,50 liegt sie bei 66,7 Prozent (1 geteilt durch 1,50). Wer glaubt, dass ein Ereignis wahrscheinlicher ist, als die Quote suggeriert, hat einen Wettgrund.

Der Quotenvergleich zwischen verschiedenen Anbietern ist bei allen Wettarten sinnvoll. Ein Anbieter mag die beste Quote auf die Siegwette haben, ein anderer die beste Quote auf das Handicap. Wer die besten Quoten sucht, sollte mehrere Anbieter vergleichen und dort wetten, wo der Wert am höchsten ist.

Die Marge des Buchmachers steckt in jeder Wettart, aber sie variiert. Bei beliebten Märkten wie der Dreiwegwette ist die Marge oft geringer als bei Spezialmärkten. Das bedeutet, dass die Quoten bei den Hauptmärkten tendenziell fairer sind. Wer auf Nischenmärkte setzt, sollte prüfen, ob die Quoten die höhere Marge rechtfertigen.

Fußball Wettarten Zusammenfassung und Empfehlung nach Situation

Die Vielfalt der Fußball-Wettarten ist eine Chance für den informierten Wetter. Statt auf einen einzigen Markt beschränkt zu sein, kann man denjenigen wählen, der am besten zur eigenen Einschätzung passt. Das erfordert Wissen über die verschiedenen Optionen und die Bereitschaft, über die klassische Siegwette hinauszudenken.

Für Anfänger empfiehlt sich ein schrittweiser Einstieg. Mit der Dreiwegwette beginnen, dann Over/Under hinzunehmen, später Handicaps ausprobieren. Jede Wettart hat ihre Eigenheiten, die man durch Erfahrung kennenlernt. Wer zu schnell zu komplexe Wetten platziert, verliert möglicherweise den Überblick.

Fortgeschrittene Wetter können die verschiedenen Märkte strategisch kombinieren. Ein Spiel bietet vielleicht keinen Wert bei der Siegwette, aber attraktive Quoten beim Handicap. Ein anderes Spiel ist schwer einzuschätzen, bietet aber bei den Torwetten klare Signale. Die Flexibilität, zwischen den Märkten zu wechseln, ist ein Werkzeug, das den Erfolg langfristig steigern kann.

Am Ende geht es darum, einen Vorteil gegenüber dem Buchmacher zu finden. Die verschiedenen Wettarten sind Werkzeuge in diesem Bemühen. Wer sie versteht und klug einsetzt, hat bessere Chancen als jemand, der immer nur auf den Sieger tippt und hofft, dass es schon gutgehen wird. Wissen und Strategie schlagen reines Glück, zumindest auf lange Sicht.

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